Wie alles begann

Es war Montag, der 19. Juli 2010, als ich feststellte, daß ich doch starke Probleme mit dem Schlucken hatte. Da ich dachte, daß ich definitiv zu viel geraucht und Kaffee getrunken hatte am Wochenende, beschloss ich einfach etwas weniger zu rauchen und etwas weniger Kaffee zu trinken.

Ich versuchte also ein klassische Selbstheilung. Kaufte mir also auch entsprechende Schmerzmittel (Ibuprofen 400 mg) und schluckte sodann die Tabletten. Die Schmerzmittel taten ihre Wirkung und ich konnte bereits nach der ersten halben Stunde nach der Einnahme der Ibus wieder besser schlucken und trinken.

Leider wirkten die Ibus nur drei vier Stunden und die Schmerzen waren wieder so, wie vorher. Da ich immer noch von zu viel Rauchen und Kaffee trinken und einer kleinen Erkältung ausging, habe ich nicht viel Weiteres unternommen und habe also eine ganze Woche versucht, mich selbst zu therapieren.

Am 26. Juli 2010 – ebenfalls einen Montag – hatte ich auf der Arbeit so heftige Schmerzen, daß selbst die Ibus kaum noch halfen. Ich beschloss also nach der Arbeit zu meinem Hausarzt zu fahren und endlich Hilfe und Gewissheit zu bekommen.

Mein Hausarzt schaute sich meinen Hals an und vermutete nach Durchführung einer Sonografie einen Tumor bzw. einen Abszess am linken Lympfknoten am Hals. Sofort wies er mich in ein Krankenhaus ein, welches eine Abteilung mit dem Schwerpunkt HNO hatte.

So fuhr ich dann mit meiner Frau in das Kreiskrankenhaus Gummersbach. Dort wurden mit mir ein paar Untersuchungen durchgeführt und ich kam an den Antibiotikatropf. Mit den Antibiotika wurde es merklich besser und der Schmerz ließ nach. Nach gut vier Tagen wurde ich aus dem KKH wieder entlassen, doch bemerkte ich bereits am Entlassungstag, dass meine linke Zungenmandel und der entsprechende Muskel irgendwie angeschwollen waren. Ich teilte dies der entsprechenden Ärztin mit, die mir glaubhaft versicherte, daß es durch die gesamte Entzündung hervorgerufen wurde.

Für daheim erhielt ich noch Antibiotika zur oralen Einnahme und ebenfalls ein paar Schmerzmittel. Danach sollte ich quasi nach zwei Wochen wieder arbeitsfähig sein.

So nahm ich noch die Antibiotika, bemerkte aber, dass sich mein Zustand verschlechterte. Sofort fuhr ich wieder zu meinem Hausarzt, der mir eine Überweisung zum HNO-Arzt gab.

Dem HNO Arzt gefiel meine Zungentonsille und mein Zungengrund nicht und wies mich sofort wieder in das Kreiskrankenhaus Gummersbach ein. Mittlerweile hatte ich diese Schmerzen die dritte Woche.

Im KKH GM wurden mit mir wieder ein paar Untersuchungen durchgeführt und eine extrem schmerzhafte Lympfknoten- und Zungenpunktion – ich erspare Ihnen einfach mal die genauen Ausführungen dieser Punktion.

Diese Punktion ergab leider weder eine Linderung der Schmerzen noch ein Ergebnis, worauf mir dann mitgeteilt wurde, daß ich den kommenden Montag – den 9. August 2010 – auf den OP-Tisch kommen würde, damit ein paar Probem aus meinem Hals genommen werden könnten.

Gesagt getan. Montag den 9. August 2010 wurden mir also die benötigten Proben aus dem Hals genommen und ich konnte nach zwei weiteren Tagen Aufenthalt in der Klink wieder nach Hause – sollte aber noch entsprechenden Besprechungstermin in der HNO Ambulanz für den 16.08.2010 ausmachen.

Der Termin wurde von mir entsprechend vereinbart und ich konnte heim. Ich wurde allerdings gebeten am entsprechenden Tag des Termins im KKH GM anzurufen um sicher zu gehen, daß die Proben auch ausgewertet wurden.

Am 16. August 2010 rief ich also morgens Früh um 8:30 Uhr im KKH GM an. Eine freundliche Assistentin ging an das Telefon und wunderte sich, warum ich nicht informiert wurde….schon hier begann ich zu grübeln. Sie teilte mir mit, daß der Termin statt finden wird und ich kommen könnte…..das war der Tag der Diagnose und mein schlimmster Tag, den ich jemals hatte.