Alles Umzug oder was? Oder die Odysee eines Umzugs

Wie versprochen, müchte ich hier nun etwas über den tollen Umzug, welchen wir mit einer der angeblich größten deutschen und besten Umzugsfirma gemacht haben, berichten. Ich kann von meiner Seite aus zumindest feststellen:

Ich werde nie wieder mit dieser Firma umziehen…wobei ein Umzug ist auch nicht mehr geplant, seit dem wir unser Eigenheim haben, aber lest selbst.

Wer wissen möchte, wie die Firma hieß, kann mich ja sehr gerne anschreiben 😉

Montag, 18.01.2016, 8:30 Uhr
Umzugshelfer „Ali“ meldet sich und teilt telefonisch mit, dass er noch 60 km von Essen/Ruhr entfernt sei und den vereinbarten Termin um 9 Uhr nicht halten kann. Ich teilte ihm mit, dass ich vermute, dass er dann um 10 Uhr bei uns sein wird, was er bejahte.

Montag, 18.01.2016, 10:16 Uhr
Ankunft der ZWEI Umzugshelfer mit einem Transporter (Langversion) mit einem Hänger. Sicher können Sie sich vorstellen, wie verwundert wir gewesen sind, als wir zum Einen nur ZWEI Umzugshelfer vorgefunden haben und als zweites KEIN 7,5 Tonner gestellt war. Ali war ganz erstaunt, dass er in den 2 Stock musste, um das Transportgut zu holen. Hier verwies ich auf die E-Mail Antwort von Herrn Sultani, in dieser eindeutig hervorging, dass aus dem 2 Stock das Umzugsgut zu holen sei (E-Mail kann bei Bedarf und Wunsch weitergeleitet werden).

Ich hatte im Vorfeld der Bestellung des Umzugs mit Herrn Sultani telefonischen Kontakt. Hier teilte ich ihm mit, dass wir auf jeden Fall einen 7,5 Tonner benötigen, da wir bereits Erfahrungswerte bzgl. unseres vorherigen Umzugs hatten und auch einen 7,5 Tonner hatten. Noch am Telefon wurde mit mir eine Umzugsliste / Stückgutliste erstellt. Während des Gesprächs wurde mir mitgeteilt, dass 5 bis 10 Mehrkartons vollkommen in Ordnung seinen (vereinbart waren 45 Kartons) – von unserer Seite aus muss ich allderdings auch gestehen, dass wir mehr Kartons als die vereinbarte Menge hatten (68 Kartons).

Montag, 18.01.2016, 13:00 Uhr
Nachdem wir bereits festgestellt hatten, dass der Wagen bereits fast gänzlich gefüllt war, teilte uns einer der Helfer mit, dass einige Dinge wohl nicht gemeldet wurden. Ich teilte ihm mit, dass dies leider nicht richtig sei, da wir eine Umzugsliste mit einem Ihrer Berater ausgefüllt haben. Hinzu kommt noch, dass wir  bereits selber Tage zuvor viele unserer mit auf der Liste befindlichen Gegenstände mit unserem privaten Fahrzeug in das neue Haus verbracht haben.

Montag, 18.01.2016, ca. 13:30 Uhr (bitte um Nachsicht, wenn Uhrzeit nicht gänzlich korrekt)
Anruf meiner Person bei Ihrem Kundenservice. Kontakt mit Herrn Schäffner. Ich teilte ihm meinen Unmut über den Ablauf und den gestellten Fuhrpark mit. Er teilte mir mit, dass er dies verstünde und würde sich in ca. 30 – 60 Minuten zurück melden und die Sachlage erörtern.

Der Anruf kam NICHT!

Die Umzugshelfer teilten mir sodann kurz vor deren Abfahrt mit, dass in ca. 1 Stunde ein zweites Team mit drei Helfern kommen würde. Mir wurde die Telefonnummer des anderen Teams gegeben. Ich rief unmittelbar danach beim zweiten Team an. Der Abnehmer teilte mir mit, dass diese noch ca. 1 Stunde benötigen und dann zu uns kommen würden.

Montag, 18.01.2016, ca. 14 Uhr
Ich rief abermals bei Ihrem Kundenservice an und hatte sodann Kontakt mit Frau Flathmann, nachdem ich knapp 10 Mintuten in der Warteschleife gehangen habe. Zunächst muss ich lobend erwähnen, dass Frau Flathmann die einzige Person gewesen ist, die sich meinem Problem angenommen hat auch wenn Sie sich nicht, wie vereinbart nach 15 Minuten gemeldet hat (hier musste ich wieder telefonisch nachfassen und auch per E-mail nachhaken).

Montag, 18.01.2016, 15:30 Uhr
Das zweite Team war noch immer nicht Vorort. Wir wurden auch nicht telefonisch kontaktiert, dass keine Anfahrt erfolgt.

Montag, 18.01.2016, 16:20 – ca. 16:40 Uhr
Dauerhafter Kontakt mit Frau Flathmann. Ich schlug vor, den Umzugshelfern zu helfen, damit wir endlich mal unser Umzugsgut dann bei Eintreffen der Helfer in das Fahrzeug verbringen. Hier wurde ich höflich auf die AGB verwiesen. Unterdessen, ist meiner Frau aufgefallen, dass der Briefkastenschlüssel im Schloss abgebrochen wurde und uns nichts davon mitgeteilt wurde von Seiten der Helfer. Dies habe ich auch Frau Flathmann mitgeteilt, als auch ein Beweisfoto übersandt (im Laufe des Tages erginnen noch weitere E-mails mit Beweisfotos von Schäden an Frau Flathmann – bis heute hier keine Rückmeldung).

Montag, 18.01.2016, 17 Uhr
Ankunft der Umzugshelfer vom Vormittag. Umzugsgut wurde weiter ins Auto verbracht. Hierbei wurde uns dann dezent mitgeteilt, dass Blumen und diverse Bilder nicht mit aufgeführt waren auf der Umzugsgutliste.
Hier verweise ich auf das mit Herrn Sultani geführte Gespräch, als ich mit ihm zusammen die Liste ausgefüllt hatte. In diesem Gespräch habe ich auf diverse Blumen meiner Frau verwiesen – wir haben uns sogar noch darüber lustig gemacht! Zugleich finde ich es sehr verwunderlich, dass Bilderrahmen auch separat gezählt werden mussten; diese haben wir dann selber in unserem privaten PKW transportiert.

Der wortführende Umzugshelfer teilte uns mit, dass wir vier Plastiksäcke mit Umzugsgut nicht gemeldet haben. Wir verwiesen auf unsere nachte Couch und unsere Sessel, die Kissenlos und Sitzlos waren, da wir diese zum Schutze eingepackt haben…hätte man aber auch sehen können, da die Couch als „Gerippe“ stand. Ich teilte dies dem Umzugshelfer mit und verwies sogar auf einen meiner Fehler. Ich hatte anstelle eines viertürigen Kleiderschrankes einen sechtürigen Kleiderschrank gemeldet.

Montag, 18.01.2016, 19 Uhr
Abfahrt nach Gummersbach. Zuvor wurde ich allerdings gebeten, das Ceranfeld, was Bestandteil der Küche war, doch lieber in meinem Fahrzeug zu transportieren, da er Angst habe, dass es kaputt ginge.

Montag, 18.01.2016, 20:30 Uhr
Beginn des Abladens des Fahrzeugs am Ankunftsziel.

FAZIT
Zum einen haben uns die sehr langen Wartezeiten um mindestens 6 Stunden nach hinten geworfen. Sodann konnte der eigens gebuchte Monteur unverrichteter Dinge wieder weggeschickt werden.

Weiterhin mussten wir Schäden feststellen, die uns nicht mitgeteilt wurden. Z. B. wurde die Sitzfläche eines Holzstuhls einmals wagerecht durchgebrochen. Sitz wurde aber – als sei nichts geschehen – zusammen gesetzt abgestellt.

Dann hat meine Frau in unserem Edelstahkühlschrank festgestellt, dass dieser an der Front (Türe) zwei Kratzer aufwiesen, die vorher nicht da gewesen sind. Dort befanden sich auch noch Farbrückstände.

Obiges Umzugsprotokoll habe ich auch den Geschäftsführern dieser ominösen Firma übersandt, sowie alle weiteren E-Mails. Bis heute haben diese Studenten es nicht nötig gehabt, sich bei mir zu melden und eine Entschuldigung von sich zu geben. Erst nachdem ich dieser Firma klar gemacht habe, dass man mit mir so nicht umspringt und ich mit gerichtlichen Konsequenzen gedroht habe, wurde mir die Hälfte des gezahlten Umzugs zurück erstattet – dies aber auch nur nach einer sehr großzügig bemessene Frist.